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Wochenmärkte überleben trotz Konkurrenz




Wochenmärkte laufen auch heute noch wie zu Großvaters Zeiten ab. Es sind regelmäßig stattfindende Verkaufsveranstaltungen zur Versorgung der Bevölkerung. In größeren Ortschaften finden sie entgegen ihrer Namensgebung auch mehrfach innerhalb der Woche statt. Bei entsprechender Ortsgröße können auch mehrere Veranstaltungen stattfinden. Diese Märkte können je nach Nachfrage und Absatzmöglichkeiten unterschiedliche Größen haben. Anbieter und Händler auf Wochenmärkten sind häufig Landwirte und Erzeuger, die hier die Möglichkeit haben, ihre Waren im Direktvertrieb zu vermarkten. In den letzten Jahren hat sich hier auch der Handel mit Produkten aus biologischem Anbau verstärkt. Der Direktvertrieb und somit die Abnahme ohne Umwege vom Erzeuger ist auch mit ein Hauptkriterium für eine Kaufentscheidung beim Verbraucher.

Meist bereits um 07:00 Uhr morgens kann der Kunde das bereits aufgebaute Sortiment an den Ständen in Augenschein nehmen. Lebensmittel stellen in der Regel das Hauptsortiment auf Wochenmärkten dar. Die Bandbreite umfasst fast alles für den täglichen Bedarf von Obst und Gemüse über Fleisch, Geflügel, Fisch bis Backwaren und Honig. Neben den schon traditionell angebotenen Waren im Lebensmittelbereich werden heute auf Wochenmärkten auch verstärkt Waren des täglichen Bedarfs angeboten. Dieses Angebot reicht von Textilien, Lederwaren, Kleinwaren bis hin zu Pflanzen, Blumen und Korbwaren. Neben diesem Angebot ist im Regelfall auf einem Markt auch für das direkte leibliche Wohl gesorgt. Imbissstände versorgen den Marktbesucher mit schnellen Mahlzeiten. Es soll Marktbesucher geben, die nur wegen der Bockwurst kommen. Geöffnet haben Wochenmärkte entweder halbtags oder ganztags.

Wochenmärkte können von der öffentlichen Hand, städtischen Marktämtern, wie auch von privaten Veranstaltern organisiert sein. Unter Letzteren sei an dieser Stelle die deutsche Marktgilde eG hervorgehoben. Die Konkurrenz der Wochenmärkte stellt sich klar dar: Einkaufszentren, Discounter, Supermärkte. Diese haben zum Teil den Vorteil niedrigerer Preise auf ihrer Seite. Diesem Manko kann aufseiten der Anbieter auf Wochenmärkten allerdings begegnet werden: mit einem mehr an Service und zwischenmenschlicher Kommunikation. Insbesondere Letzteres, verbunden mit einem Hauch Nostalgie, Qualität und Frische ist gerade heute in unserer schnelllebigen Zeit als Verkaufsinstrument nicht zu unterschätzen. Mehr als ihre Konkurrenz leiden die Wochenmärkte natürlich unter den Witterungsbedingungen und dies nicht nur in Bezug auf die Kundenfrequenz. Ein harter Winter lässt auch die Märkte kleiner ausfallen.

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