Agriculture

Genmanipulation




Es ist nicht nur ein sensibles Thema, sondern auch ein oft diskutiertes, das die Front zwischen den Befürwortern und den Kritikern immer größer werden lässt. Die Rede ist von Genmanipulation und gentechnischen Verfahren, die einen Eingriff in das bestehende Erbgut und Veränderung der DNS zur Folge haben. Was beim Menschen noch nicht denkbar ist - hier fehlt es der Forschung noch an Sicherheit vor Missbildungen und Komplikationen -, scheint bei Pflanzen und Nahrungsmitteln die Zukunft zu sein. Immer wieder wird das Thema in den Medien aufgegriffen - genmanipulierter Mais und Tomaten sind nur ein kleines Beispiel für die Verbreitung und Genmanipulation von Nahrungsmitteln. Ein hilfreiches Unterfangen oder eine Gefahr für die Gesundheit?

Die positiven Elemente, wenn man überhaupt davon sprechen kann, liegen in der ökonomischen Produktionsdimension. Es kann mehr produziert werden, so dass der Markt immer gesättigt bleibt und keine Lieferengpässe entstehen, wenn die Glashaus-Tomate aus Spanien in die europäischen Länder geschippert wird. Das freut natürlich den Konsumenten, der ständig mit Lebensmitteln versorgt werden kann, in dem er die Lebensmittel im Supermarkt kaufen kann - das ganze Jahr lang. Und natürlich sind Konzerne, wie Monsanto und Co, die großen Gewinner. Sie erwirtschaften in der erweiterten Warenproduktion einen Profit, der mit einer normalen Ernte nicht zu vergleichen ist. Bei dieser Kapital-Akkumulation würde sich Karl Marx im Grabe rumdrehen und dabei auf seine Arbeitswerttheorie hinweisen.

Und schon sind wir auf der anderen Seite der Medaille der Genmanipulation. Wenn man vom Profit der Großkonzerne spricht, muss man auch die Milliarden aufzählen, die allein in der Forschung verschlungen werden; dazu kommen noch die Fehlschläge, die zum Beispiel bei einer Genmanipulation von Baumwolle in Indien aufgetreten ist. Allein in der USA haben genmanipulierte Pflanzen rund 12 Milliarden US-Dollar verschlungen, sei es durch Rückrufe, Fehlschlägen oder rückgängigen Verkaufszahlen. Dazu kommt die Entmachtung von Bauern und deren Ackerland, die ihre Existenz verlieren, da ihnen die Grundlage für ihren Pflanzenanbau geraubt wird und sie mit den Preisen der Konzerne nicht mithalten können. Bei herbizid-toleranten Pflanzen treten metabolische Gifte aus, die eine Fülle von schädlichen Effekten auf die Tierwelt, besonders Insekten und Raupen, aber auch auf nützliche Boden-Bakterien, die den Stickstoff festhalten. Genmanipulation erschafft so genannte Super-Viren, die durch natürliche Evolution niemals so zustande gekommen wären. Welche anderen Schäden für den menschlichen Organismus entstehen können, sind noch nicht exakt erforscht, allerdings zeichnet sich ein Trend zur Vorsicht vor genmanipulierten Pflanzen ab. Denn solange keine Bestätigung über die Auswirkungen der veränderten Pflanzen feststehen, sollte man die Entwicklung kritisch betrachten und beim nächsten Einkauf auf das Herkunftsland achten. Oder man kauft einfach beim Obsthändler seines Vertrauens.

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