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Gemüse - Multitalent für die gesunde Ernährung




Gemüse gehört meistens zu der Gruppe der einjährigen Pflanzen. Es schmeckt roh oder auf verschiedene Arten zubereitet. So finden wir Gemüse zum Beispiel in Suppen, Salaten, als schmackhafte Beilage zum Hauptgericht oder auch in Saucen wieder. Gemüse zeichnet sich durch seinen Gehalt an Mineralstoffen, Vitaminen, Ballaststoffen, Kohlenhydraten und sekundären Pflanzenstoffen aus. Es beeinflusst unseren Flüssigkeitshaushalt positiv, da es einen hohen Wassergehalt aufweist. Deshalb hat Gemüse wenig Kalorien und trägt daher zu einer kalorienbewussten und gesunden Ernährung bei. Aufgrund zahlreicher Studien konnte nachgewiesen werden, dass Gemüse sogar das Entstehen unserer heutigen Zivilisationskrankheiten deutlich eindämmen kann, wenn es denn regelmäßig und in ausreichender Menge auf unserem Speisezettel steht. Denn durch eine gesunde Ernährung erhalten wir unser kostbarstes Gut, unserer Gesundheit.

Gemüse lässt sich in Wild- oder Kulturgemüse unterscheiden, je nachdem, ob es wild wächst oder von Menschenhand angebaut wird. Bei der Art des Anbaus unterteilt man Gemüse in Freiland- und Treibhausgemüse. Geht es um die Beschaffenheit, spricht man von Grobgemüse und Feingemüse. Ein häufig benutztes Unterscheidungskriterium beim Gemüse ist der Teil der Pflanze, der für den Verzehr verwendet wird. Zum Knollen- und Wurzelgemüse zählen Kartoffeln, Karotten, Rettich, Radieschen, Mohr- und Speiserübe, Rote Beete, Sellerie und Schwarzwurzel. Zwiebeln, Knoblauch, Lauch und Schnittlauch zählen zum Zwiebelgemüse. Als Kohlgemüse bezeichnet man Weiß-, Grün- und Rotkohl, Blumenkohl, Rosenkohl, Chinakohl, Kohlrabi, Wirsing und Brokkoli. Zum Stängelgemüse gehören Spargel und Rhabarber. Als Blattgemüse bezeichnet man alle Salatsorten, sowie Spinat, Petersilie, Artischocke und Mangold. Hingegen gehören Mais, Zucchini, Kürbisse, Gurken, Auberginen, Tomaten und Gemüsepaprika zum Fruchtgemüse.

Gemüse sollte im Idealfall gleich am Erntetag verwertet werden, da bereits nach 24 Stunden Lagerung der Nährstoffgehalt, wie beispielsweise das Vitamin C, drastisch abnimmt. Eine sinnvolle Alternative zum frischen Gemüse kann hier jedoch das Tiefkühlgemüse sein. Wissenschaftler der Universität Hamburg fanden in einer Studie heraus, dass beim Tiefkühlgemüse, selbst nach vier Monaten, wichtige Nährstoffe in hohem Maße erhalten blieben. Um bei der Verarbeitung des Gemüses möglichst wenige Vitamine zu zerstören, sollte Gemüse nicht zu lange und auch möglichst mit kaltem Wasser gewaschen werden. Außerdem sollte es nicht unnötig im Wasser liegen bleiben. Beim Kochen gilt selbstverständlich die einfache Regel: So kurz wie möglich - so lang wie nötig. Außerdem sollte immer die schonendste Garmethode gewählt werden, so kann man je nach Gemüseart oftmals das schonendere Dünsten und Dämpfen dem Kochen vorziehen.

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