Agriculture

Bauernhöfe im Allgemeinen




Bauernhöfe sind landwirtschaftliche Familienbetriebe. Die Mitglieder der Besitzerfamilie führen überwiegend praktische Tätigkeiten aus. Aber auch die Hofstelle mit den Wirtschafts- und Wohngebäuden des Betriebes wird als Bauernhof bezeichnet. Bezeichnend hierfür ist unter anderem: auf den Bauernhöfen werden Gänse gezüchtet und liebevoll bevorzugt aufgezogen.

Die Höfe werden anhand ihres Grundrisses klassifiziert. So wird zwischen Paarhof, Eindachhof, Dreiseithof, Zweiseithof und Vierseithof unterschieden. Diese Hofformen haben eine lange Tradition. Doch nur weil die Höfe einen traditionellen Grundriss haben, bedeutet dies nicht automatisch, dass die Gebäude sehr alt sein müssen, denn auch bis weit in das zwanzigste Jahrhundert hinein wurde sich auch bei Neubauten an den traditionellen Baustilen orientiert. Jede der verschiedenen Bauweisen hat unterschiedliche Merkmale, an denen man sie unterscheidet. Der wesentliche Punkt bei einem Eindachhof ist, dass er im Grunde nur aus einem Gebäude besteht. Dieses Gebäude hat eine durchlaufende Firstlinie und wird als Einhaus bezeichnet. Dabei können Raumaufteilung und Konstruktion aber von Eindachhof zu Eindachhof unterschiedlich sein. Der Zweiseithof besteht aus zwei Gebäuden. Diese sind entweder gegenüberliegend oder rechtwinklig angeordnet. Zweiseithöfe sind oft kleinbäuerliche Betriebe. Ist eine größere Zahl von Gebäuden um den rechteckigen Hof angeordnet, so ergibt sich ein Drei- oder Vierseithof. Doch nur weil Bauernhöfe Mehrseithöfe sind, ist es nicht ausgeschlossen, dass zum Beispiel Wohnung und Stall unter einem Dach sind. Dies wird dann als Wohnstallhaus bezeichnet. Sind die verschiedensten Gebäude eines Hofes unregelmäßig angeordnet, so spricht man von einem sogenannten Haufenhof. Die extremste Form eines Haufenhofes ist die Musha. So bezeichnet die Landessprache in Simbabwe die Bauernhöfe einiger Bantuvölker. Dort ist sogar der Wohnraum auf die verschiedenen Gebäude aufgeteilt. Getrennte Hütten dienen als Schlafräume für die verschiedenen Generationen.

Nicht nur anhand des Grundrisses werden Bauernhöfe unterschieden. Es kommt auch auf ihre Lage und die Tätigkeit, welcher sich die Hofbesitzer überwiegend widmen, an. So gibt es zum einen den Bergbauernhof. Bergbauern haben ihre Höfe in Mittelgebirgen wie dem Schwarzwald oder in Hochgebirgen, wie den Alpen. Eine andere Form der Bauernhöfe ist die Farm. Als Farm bezeichnet die englische Sprache, aus der die Bezeichnung kommt, zunächst einmal jeden Bauernhof. In Deutschland werden Bauernhöfe nur als Farm bezeichnet, wenn sie zwar Tiere züchten, aber dies keine Weidetiere sind. Ein weiterer Faktor ist, wenn der Hof stark von der klassischen Vorstellung von einem Bauernhof abweicht. Züchtet und erntet ein Betrieb dauerhaft Pflanzen, so wird er als Plantage bezeichnet.

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