Agriculture

Bambus - Das Holz aus Asien




Bambus - Das Holz Asiens Der Bambus (Lat.Bambuseae) ist eine in fast allen Erdteilen verbreitete Süßgrasart. Betrachtet man die Pflanze, erkennt man die Zugehörigkeit zur Familie der Gräser an Struktur und Aufbau sehr gut. Die Bambuspflanzen können gewaltige Dimensionen erreichen, mit Höhen von bis zu 50 Metern. Mit bis zu einem Meter Wachstum am Tag ist der Bambus ebenso die am schnellsten wachsende Pflanze überhaupt. Mehr noch als die Blätter sind die Halme wichtig für die Photosynthese, da sie sehr viel Chlorophyll enthalten, welches auch für die Grüne Färbung sorgt. Eine Bambuspflanze blüht nur einmal in ihrem Leben. Meist ist das nach etwa 25-30 Jahren der Fall. Nach dem Ausbilden der Blüten und Früchte stirbt die Mutterpflanze zwar ab, Samen und die nach einiger Zeit aus der Wurzel emporschießenden Sprossen bleiben aber erhalten. Genaue Gründe für diese sehr späte und seltene Blüte sind bisher nicht bekannt. Probleme ergeben sich dadurch, dass die Pflanzen in einem bestimmten Gebiet gleichzeitig blühen und es so zu einem Massensterben kommen kann.

Aufgrund seiner durch das schnelle Wachstum hervorgerufenen hohen Reproduktionsrate ist Bambus ein wichtiger Rohstoff. Vor allem in Asien stellt er die Lebensgrundlage vieler Menschen dar, denn er findet dort seid Jahrhunderten als Baustoff oder Brennmaterial Verwendung. Daneben gibt es unzählige Formen von Gebrauchsgegenständen, scharfkantige Stücke lassen sich sogar sehr gut als Messer verwenden. Die jungen Schösslinge sowie die Samen sind essbar, enthalten allerdings Bitter- und Giftstoffe welche durch Kochen abgetötet werden müssen. Da Bambus sehr zellstoffhaltig ist, lässt er sich gut als Rohstoff für die Papiergewinnung verwenden. Spezielle Extrakte findet man auch in kosmetischen Produkten. Auch in Europa wird Bambus immer beliebter, beispielsweise als Bodenbelag (Bambusparkett), geflochtene Matte oder Zimmerpflanze. Der Blüte und damit dem Absterben kann man hier durch rechtzeitiges Beschneiden entgegen wirken. Als Lebensmittel ist er vielen vor allem durch die eingelegten Bambussprossen ein Begriff.

Neben seiner vielseitigen Verwendung werden besitzt der Bambus vielerorts auch eine hohe symbolische Bedeutung. In China steht er beispielsweise als Symbol für langes Leben, in Indien für Freundschaft. Philippinische Bauern stellen gerne Bambuskreuze als Glücksbringer auf. In Japan gilt er als Symbol der Reinheit. Ferner gibt es die Legende, dass die Menschheit in einem Bambusrohr entstand.

Neben diesen positiven Beispielen gibt es auch negative Symbole. Da Bambus nur sehr selten blüht und seine Samen oft während Hungersnöten gegessen wurden, wird seine Blüte von einigen Kulturen als Vorbote von Not- und Hungerszeiten gesehen.

Für mehr Informationen in Englisch klicken Sie hier.

Landwirtschaft